Schachverein  Freital e.V. 
108 Jahre Schachgeschichte im Plauenschen Grund und der Freitaler Region

Schach-Zitate der Woche

KW 01 / 2021

"Ich trinke Kaffee, um nicht müde zu werden. Wenn ein Mittel existierte, welches die Gehirnleistung verbessert, würde ich es sofort nehmen."   

Jan Timman - Schachgroßmeister



KW 02 / 2021

"Wenn ich mich einlogge, glauben die Leute gewöhnlich nicht, dass ich es selbst bin und sie fangen an komische Fragen zu stellen. Und wenn sie es glauben, stellen sie wieder andere komische Fragen."   

Judit Polgar - Schachgroßmeisterin



KW 03 / 2021

"Den Ruhm habe ich schon, jetzt brauche ich noch das Geld."    

Wilhelm Steinitz - Weltmeister 1886-1894



KW 04 / 2021

"Ich habe gespielt wie ein Kind" 

(der damals 12-jährige Magnus, nachdem er in einer Schnellpartie Kasparow, aus einer totalen Gewinnstellung heraus, noch ins Remis entwischen ließ)

Magnus Carlsen - Aktueller Weltmeister seit 2013



KW 05 / 2021

 "Während meiner Jahre als Trainer habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Amateur durch nichts stärker aus der Bahn geworfen wird, als durch einen drohenden Königsangriff. Falls Sie eine solche Partie verlieren, dann verlieren Sie nicht wegen des gegnerischen Königsangriffs (der üblicherweise stärker in der Einbildung existiert, als in der Realität ). Vielmehr verlieren Sie, weil Sie Ihre eigenen Pläne aufgegeben haben und Ihr Gegner Ihre Orientierungslosigkeit deshalb gefahrlos dazu nutzen kann, alles zu tun, was er will."  

Jeremy Silman - Internationaler Meister und Schachbuchautor



KW 06 / 2021

"Kiebitze, die reden, sind nicht zu ertragen und Kiebitze, die nicht reden , gibt es nicht." 

Dr.Zabel - Kurt Richters fiktiver Schachfreund aus dem Jahre 1956 und vielen folgenden...



KW 07 / 2021

"Erstaunlich, dass ich die Welt vom Indus bis Andalusien regiere und nicht der 32 Schachfiguren auf 2 mal 2 Ellen Fläche Herr werde."  

Al-Mamun - 7.Kalif der Abbasiden (786-833 n.Chr.)


KW 08 / 2021

 "Karpow hatte Zugriff zu allen Ressourcen, die er benötigte und wurde anders als alle anderen Spieler behandelt, weil er Teil des System war." 

Garri Kasparow - Schachweltmeister 1985-2000



KW 09 / 2021

"Als Karpow Schachweltmeister wurde, ließ er praktisch alle stärksten Sowjetspieler für sich arbeiten. Wenn auch nur ein mittelmäßiger Meister Spezialist für eine bestimmte Eröffnung war, wurde er von Karpow gerufen. Das wurde alles geheim gehalten! "

Michael Botwinnik - Schachweltmeister 1948-1957 / 1958-1960 / 1961-1963

( danach wurden die Revanchekämpfe bei Weltmeisterschaften abgeschafft, sonst wäre er wohl bis 1995 noch weitere 11x Weltmeister geworden :-))



KW 10 / 2021

"Das Schachspiel verlangt dreierlei: Kenntnis der Möglichkeiten, Ahnung der Wahrscheinlichkeiten, Resignation für die Gewissheiten."

Carl Ludwig Schleich - deutscher Arzt und Schriftsteller



KW 11 / 2021

"Es tut gut, die Entwicklungsperiode vom demokratischen Geist durchdringen zu lassen. Wie undemokratisch wäre es beispielsweise, den einen Offizier große Spaziertouren vornehmen zu lassen, während andere zu Hause säßen und sich entsetzlich langweilten."

Aaron Nimzowitsch - Schachgroßmeister



KW 12 / 2021

"Schach ist ein Spiel des Verstandes und nicht des Gedächtnisses." 

Eugene Snosko-Borowski - Internationaler Meister




KW 13 / 2021

"Das Schachspiel an sich betrachtet ist völlig wertlos, es erhält seinen Wert erst durch unser Spiel"

Helmut Wieteck - Schachbuchautor


KW 14 / 2021

"Ich hätte schon früher heiraten können, aber ich hatte keine Zeit."

Wladimir Kramnik - Weltmeister 2000-2007




KW 15 / 2021

"Die Partien sind immer verschieden, die Interviews immer die gleichen"

Garri Kasparow - Weltmeister 1985-2000


 


KW 16 / 2021

"Macht man sich nicht bereits einer beleidigenden Einschränkung schuldig, indem man Schach ein Spiel nennt ?" 

Stefan Zweig - Schriftsteller  (Schachnovelle - 1943)




KW 17 / 2021

 "Außer Nepo hat heute jeder schlecht gespielt. Ich habe schlecht gespielt, Kirill hat schlecht gespielt. Giri hat schrecklich gespielt, Ding katastrophal. Wang Hao hat die erste Hälfte der Partie gespielt wie ein Huhn, das mit der Klaue schreibt. 


Alexander Grischuk - Großmeister und begeisterter Pokerspieler zur Qualität der Partien im 1. Teil des Kandidatenturniers im März 2020



KW 18 / 2021

"Jetzt wechsle ich zu einem langsamen Partner. Ein langsamer Partner ist wie ein schneller Partner - nur langsamer. "

Anish Giri - Großmeister beim Banter Blitz



KW 19 / 2021

"Lustige Frage! Eigentlich fahre ich nicht zum Turnier, um jemanden die Daumen zu drücken. Die brauche ich ja selber zum Spielen."

Filiz Osmanodia - Großmeisterin und Handdouble in der Netflix Serie             The Queen's Gambit                                                                                           auf die Frage, mit  wem sie bei der Jugend-WM 2014 mitfiebert.



KW 20 / 2021

"Mir geht es wie jedem Schachspieler. Ziel ist immer der nächste Hunderter."

Matthias Blübaum auf die Frage zur 2700-Marke - mit einer aktuellen ELO von 2669 die deutsche Nummer 1 im Schach



 KW 21 / 2021

"Manchmal gewinnst Du, manchmal lernst Du dazu."       

Großmeister Niclas Huschenbeth                                                                          - siehe auch Chessence - Die Schachschule mit GM Niclas Huschenbeth



KW 22 / 2021

"Komischerweise ist Französisch fast eine deutsche Verteidigung. Wolfgang Uhlmann war mit der berühmteste Französisch-Spieler, dann Gerald Hertneck und ich selbst, dann die jüngere Generation, Georg Meier, Matthias Blübaum, Rasmus Svane, alle haben intensiv Französisch gespielt. Rainer Knaak darf man nicht vergessen, er ist auch ein großer Franzose. Der legendärste Franzose war natürlich Viktor Kortschnoi. Aber der hatte als absoluter Weltklassespieler ein viel breiteres Repertoire. Französisch war nur ein Teil davon."

Stefan Kindermann - Großmeister und Geschäftsführer der Münchner Schachakademie


KW 23 / 2021

"Es gibt zwei Typen von Schachspielern, es gibt die, die gern gewinnen, und die, die nicht gern verlieren. Es gibt spekulative Spieler, die mit allen Mitteln versuchen, das Gleichgewicht zu stören. Ich gehöre zu den anderen, den Korrekten, den Risikovermeidern. Ich gehöre -wie Kramnik- zum Lager derer, die nicht gern verlieren."

Jan Gustafsson - Großmeister und mit 2643 ELO aktuell die Nummer 4 in Deutschland

 


KW 24 / 2021

"Ich brauche keinen Schachcomputer. Dass die Maschinen den Menschen überlegen sind, kenne ich zum Beispiel von meinem Videorecorder."

Harald Schmidt - Entertainer


KW 25 / 2021

"Natürlich hat Ehrgeiz immer auch einen neurotischen Anteil. Andererseits kommt man ohne ihn niemals bis ganz nach oben."

Dr.Helmut Pfleger - Schachgroßmeister



KW 26 / 2021

"Beim Sex ist es doch im Grunde genommen wie beim Schach: Wer’s kann, spielt nicht mit Anfängern."

Dieter Nuhr - Kabarettist



KW 27 / 2021

"90% der Buchvarianten haben keinen großen Wert, weil sie entweder Fehler enthalten oder auf trügerischen Annahmen beruhen. Vergessen sie besser Eröffnungen und nutzen Sie die dadurch gewonnene Zeit für das Endspiel. Letzten Endes werden Sie auf diesem Wege viel bessere Ergebnisse erzielen."

Jose Raul Capablanca - Weltmeister 1921-1927



KW 28 / 2021

"Radrennen sind wie Schachspiele. Bauernopfer, damit der König siegt."

Olaf Ludwig - Olympiasieger im Radsport



KW 29 / 2021

" Rückschläge gab es viele und die meisten hätten wahrscheinlich einmal die Konsequenz ergriffen und zu sich gesagt: Es reicht, Schachspielen bringt nix! Bei mir hat stets die Liebe zum Spiel über die Vernunft gesiegt."

Frank Zeller - Internationaler Meister



KW 30 / 2021

" Meine allgemeine Meinung zum Schach ist, dass die romantische Seite, die tiefe Strategie, bereits tot ist.  Der Einsatz von Computern hat das Spiel völlig verändert."

Hikaru Nakamura - Großmeister und aktuelle Nr. 1 der Blitzschach-Weltrangliste mit einer ELO von 2900



KW 31 / 2021

" In unseren Köpfen herrscht Chaos. Frauen spielen unlogisch. Die Figuren fliegen. Ein Vorteil ist da und einen Zug später wieder weg. Uns fehlt die Klarsicht. Außerdem tun sich Frauen schwer, während der Partie vier bis fünf Stunden hoch konzentriert zu sein. Unsere Gedanken fliegen irgendwann zu Liebesdingen. Und dann ist es aus und vorbei. Dieses Chaos macht das Frauenschach aber auch spannender. "

Maria Manakowa - Großmeisterin ...auf die Frage: Warum spielen Männer meist stärker als Frauen?



KW 32 / 2021

" Es ist peinlich, dass ich nie Weltmeister wurde. Es wäre leicht, Leonid Breschnjew als Ursache vorzuschieben, dessen Apparat den Vorzeigekommunisten Anatoli Karpow in allem unterstützte. Aber Garri Kasparow zum Beispiel, der ebenfalls von den Sowjets unerwünscht war, hat trotz der Widerstände den WM-Titel erobert."

Viktor Kortschnoi - Großmeister



KW 33 / 2021

" Dieses Gebäude zu betreten könnte Ihren IQ deutlich anheben.              Schach macht das mit Menschen."

Werbung beim Kandidatenturnier 2018 in Berlin



KW 34 / 2021

" Genialität ist erlernbar? Ich stimme dem Grundtenor natürlich zu, aber das Wort Genie passt meines Erachtens an dieser Stelle nicht. Als Genie wird man geboren, das kann man nicht lernen. Als Magnus Carlsen wird man geboren, man kann nicht lernen, Weltmeister zu werden. "

Karsten Müller - Schachgroßmeister und Endspielexperte



KW 35 / 2021

„Bobby Fischer bleibt für mich der Größte! Er kam aus einer anderen Welt und war Autodidakt. Dass Fischer es ohne entsprechendes Hinterland bis zum Gipfel des Schacholymps geschafft hat, zeigt seine einmalige Größe. Er gewann ein dramatisches Match, bei dem man den großen politischen Einfluss der Russen im Hintergrund durchaus spürte."

Lothar Schmid - Nahschach - und Fernschachgroßmeister /  Schiedsrichter des legendären Wettkampfes um die Schachweltmeisterschaft 1972 in Reykjavik, der seine Karriere mit 13 Jahren im Schachklub in Radebeul begann



KW 36 / 2021

" Deine Wertungszahl - vorausgesetzt einige Jahre ernsthafter schachlicher Anstrengung - könnte etwa dem zehnfachen Deines IQ plus 1000 entsprechen."

Jonathan Levitt - Schachgroßmeister



KW 37 / 2021

" Eine Honorierung nach ELO, nicht nach Geschlecht, wäre angemessen. Ich könnte ja damit leben, weniger zu bekommen als Brett vier der Männer, mein ELO ist schließlich kleiner. Aber zu sagen, eine Frau bekommt generell halb so viel wie ein gleichstarker Mann, das geht nicht. "

Elisabeth Pähtz - Schachgroßmeisterin und derzeitige Nr.1 der Frauen in Deutschland


KW 38 / 2021

" Einige Springer springen nicht, sie hinken vielmehr "

Savielly Tartakower - Schachgroßmeister